
Soroosh Mozaffar Moghaddam
wurde 1980 in Mashhad, der zweitgrößten Stadt im Nordosten Irans geboren. Er studierte Politikwissenschaften und arbeitet seit den 1990er Jahren als Schriftsteller, Dichter und Journalist. Darüber hinaus forscht er zu literatur- und kulturhistorischen Themen. Mehr als zehn Bücher in persischer Sprache sind von ihm erschienen, darunter Erzählbände und Theaterstücke. Sein Theaterstück über den iranischen Kriegsherrn Oberst Pessian und den berühmten Dichter und Musiker Aref Qazvini erhielt 2018 keine erneute Druckgenehmigung. Der Roman Azizeh − Tag und Nacht erzählt von einer jungen Frau, die einen inneren Wandel durchlebt und beschließt, den Hijab abzulegen. Aufgrund seiner gesellschaftskritischen Thematik konnte der Roman im Iran nicht erscheinen.
Soroosh Mozaffar Moghaddams Forschungsschwerpunkte umfassen klassische Literatur und die Zeitgeschichte Irans und des Mittleren Ostens. Dabei stehen die Zusammenhänge von Literatur, Macht, Zensur und historischer Narration im Zentrum. Aufgrund seines literarischen und journalistischen Engagements, insbesondere zu Themen über Zensur und repressiven Strukturen im Iran, wurden er und seine Frau Maryam Gheji von der iranischen Regierung bedroht und sahen sich schließlich gezwungen 2022 in die Türkei zu fliehen. Beide leben seit 2023 in Krefeld.
Ein Teil von Soroosh Mozaffar Moghaddams Werken wurde im Projekt Weiter Schreiben Mondial in deutscher Sprache veröffentlicht, übersetzt von Kurt Scharf (https://weiterschreiben.jetzt/texte/handlanger/). In Krefeld ergab sich die kongeniale Zusammenarbeit mit Helmut Wenderoth mit dem er einige seiner Texte und Gedichte ins Deutsche übersetzte. Aktuell realisiert er das Kulturprojekt Liebe in Krefeld mit Förderung durch das Kulturbüro der Stadt Krefeld.
@sorush_mozafarmoghadam
